ALJARAQUE
Die Geschichte von Aljaraque reicht bis in die Vorgeschichte zurück, mit Siedlungen wie Papa Uvas, einer der bedeutendsten Fundstätten der Provinz, die seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. von Gemeinschaften bewohnt wurde, die sich der Landwirtschaft, der Viehzucht und der Metallverarbeitung widmeten.
In der Antike wurde das Gebiet von Phöniziern, Griechen und Römern besiedelt. Die Griechen nannten es Kalathousa, während es in der Römerzeit für die Herstellung von Keramik und Konserven bekannt war, insbesondere für die Gewinnung von Garum in den dortigen Salzwiesen.
Im Mittelalter, unter muslimischer Herrschaft, wurde die Enklave unter Namen wie Aljafar oder Al Xarat bekannt, die auf ihr Relief hinwiesen. Zudem diente sie als Grenzgebiet zwischen verschiedenen andalusischen Kora-Gebieten, wodurch Spuren ihrer Vergangenheit zurückblieben, wie beispielsweise die mozarabische Glocke aus dem 11. Jahrhundert, die heute im Museum von Huelva aufbewahrt wird.
In der Neuzeit und der Gegenwart behielt die Gemeinde durch die Feuchtgebiete und den Flussverkehr in Richtung der Hauptstadt ihre Verbindung zur Natur bei. Später prägte der Bergbau im Zusammenhang mit der „Compañía de Tharsis“ die Entwicklung von Ortschaften wie Corrales und hinterließ deutliche Spuren in deren Landschaft und Identität.
Auch heute noch pflegt Aljaraque eine enge Verbindung zu seinen Traditionen und seiner Umgebung, mit Festen wie den Feierlichkeiten zu Ehren des Heiligen Sebastian und der Wallfahrt zu Nuestra Señora de los Remedios, die nach wie vor einen wesentlichen Bestandteil des Gemeindelebens bilden.
DIE GEMEINDE UND IHRE UMGEBUNG






TRADITIONEN
Aljaraque pflegt seine Traditionen mit einer starken Verankerung im lokalen Gemeinschaftsleben, wo Frömmigkeit, Zusammenleben und die natürliche Umgebung in Festen verschmelzen, die einen wesentlichen Bestandteil der Identität der Gemeinde bilden.
Die Wallfahrt von Aljaraque ist eines der wichtigsten Feste der Stadt. Sie findet jedes Jahr am Sonntag nach Pfingsten zu Ehren der Virgen de los Remedios statt, der Schutzpatronin und ewigen Bürgermeisterin der Stadt.
In den Tagen vor der Wallfahrt sticht die bewegende Blumenopfergabe der Kinder hervor – einer der symbolträchtigsten und mit größter Spannung erwarteten Momente des Festes, der das Engagement der jungen Generation für die Traditionen der Gemeinde widerspiegelt.
Hervorzuheben ist auch die Wallfahrt von Corrales, ein Fest von großem kulturellem Wert, bei dem sich die Einwohner um die „Reina del Mundo“ und den Heiligen Josef, den Arbeiter, versammeln und so die Tradition und den Geist der Gemeinschaft, die diesen Ort auszeichnen, am Leben erhalten.
Abgerundet wird der Festkalender durch das Fest zu Ehren des Heiligen Sebastian, des Schutzpatrons der Gemeinde, das jedes Jahr am 20. Januar begangen wird und religiöse Veranstaltungen wie das Triduum, einen Tag des geselligen Beisammenseins auf dem Land sowie die traditionelle Segnung der Tiere umfasst, begleitet von Musik, Tanz und lokaler Küche.
WISSENSWERTES
Aljaraque ist eng mit einem der wertvollsten Naturräume Europas verbunden: dem Naturgebiet „Paraje Natural de las Marismas del Odiel“, das von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt wurde. Es handelt sich um ein einzigartiges Ökosystem, in dem Natur und Landschaft mit dem städtischen Umfeld verschmelzen.
Die Gemeinde gliedert sich in mehrere Ortsteile mit eigener Identität: Aljaraque, Bellavista, Dehesa Golf und Corrales, von denen jeder seine eigenen Besonderheiten aufweist, die zur Vielfalt und zum Reichtum des Gemeindegebiets beitragen.
Corrales, dessen Name auf eine alte, aus dem Phönizischen stammende Fischfangtechnik zurückgeht, hat sich zu einem der lokalen Wahrzeichen entwickelt. Seine Geschichte und seine Identität machen es zu einem einzigartigen Ort innerhalb der Gemeinde.
Dieser Ortskern ist vor allem für seine spektakulären Weihnachtsdekorationen bekannt, die jedes Jahr zahlreiche Besucher anziehen und sich als eines seiner wichtigsten Erkennungsmerkmale etabliert haben.
Darüber hinaus setzt Aljaraque konsequent auf einen aktiven und nachhaltigen Lebensstil: Mit mehr als 82 Kilometern Wanderwegen und der Aufnahme in das spanische Netzwerk „Red Española de Ciudades Saludables“ etabliert sich die Stadt als idealer Ort für Sport und Wohlbefinden.